Berufliche Aus- und Weiterbildung in Österreich

Österreich verfügt über ein umfassendes Berufsbildungssystem und unterstützt die europäischen Mobilitätsbestrebungen intensiv. Die wirtschaftliche Struktur im Hintergrund ist in mehrfacher Hinsicht differenziert zu betrachten. Die städtischen Gebiete werden vom Dienstleistungssektor dominiert, wohingegen in traditionell industriellen Regionen ein hoher Anteil an Arbeitsplätzen weiterhin im sekundären Sektor zu finden ist. In einigen Gebieten, insbesondere im Westen und im Süden Österreichs, prägt der Tourismus die regionalen Strukturen und Entwicklungen. Ländliche Regionen mit einem hohen landwirtschaftlichen Anteil versuchen dabei, durch die Expansion des Tourismus eine neue ökonomische Basis zu erschließen. In der näheren Vergangenheit dämpfte die globale Konjunkturschwäche das österreichische Exportvolumen und bremste damit die Dynamik der österreichischen Wirtschaft.

 

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist in der österreichischen Bevölkerung ein allgemeiner Anstieg des Bildungsniveaus zu erkennen. Signifikante Steigerungen sind dabei in allen Bereichen der Sekundarbildung zu verzeichnen, besonders augenfällig aber bei den Hochschulen. In den vergangenen Jahrzehnten haben Frauen hinsichtlich ihres Bildungsniveaus erheblich aufgeholt. Während im Jahr 1971 etwa 70% der Frauen zwischen 25 und 64 Jahren lediglich eine Grundschulbildung vorzuweisen hatten, war dies im Jahr 2010 nur bei etwa 24% der Fall. Trotzdem besteht beim Bildungsniveau weiterhin ein beträchtlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern.

 

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