Das französische Berufsbildungssystem

Das französische Berufsbildungssystem setzt sich aus dem allgemeinen Bildungssystem und dem Berufsbildungssystem für Lebenslanges Lernen zusammen.

 

Das allgemeine Bildungssystem besteht aus:

  • der Primärbildung, die Grundschulen und Kindergärten umfasst;
  • der Sekundärbildung, die in zwei Zyklen aufgeteilt ist

 

Höhere Schulen, die eigentlich Sekundarschulen darstellen, zählen zum ersten Zyklus und betreffen in der Regel Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren. Ein zweiter Zyklus umfasst:

  • Allgemeine und technische Lehranstalten (lycées)
  • Berufsbildende Einrichtungen, wie z.B. Ausbildungszentren für Lehrlinge, oder andere technische Lehranstalten, die auf eine Berufsmatura oder einen Berufsbefähigungsnachweis vorbereiten (CAP)
  • Hochschulbildung, einschließlich der "Grandes écoles" und der Universitäten, an denen Studiengänge in Übereinstimmung mit den drei Zyklen des Barcelona Prozesses gestaltet werden.

 

Neben dem allgemeinen Bildungssystem können Lernende auf das Berufsbildungssystem für Lebenslanges Lernen zurückgreifen:

  • Berufliche Erstausbildung: Schulbildung auf Vollzeitbasis.
  • Weiterbildung für Lernende, die eine berufliche Erstausbildung abgeschlossen haben und bereits als Berufstätige auf dem Arbeitsmarkt aktiv sind.

 

Das gesamte französische Berufsbildungssystem basiert auf einer Kompetenzenverteilung zwischen dem französischen Staat (Ministerien für Bildung, Hochschulbildung, Arbeit, Landwirtschaft und Soziales usw.), den Regionen, Aus- und Weiterbildungsanbietern sowie den Sozialpartnern, die alle an der Konzeption von Ausbildungscurricula, Programmen und Vorgaben etc. beteiligt sind.

 

Link: French National Committee of Vocational certification = CNCP) Website: www.rncp.cncp.gouv.fr