Status Quo der ECVET-Einführung in Italien

Für die Umsetzung von ECVET existieren acht Strategien (basierend auf ReferNet-Berichten und Informationen, die von nationalen InteressenvertreterInnen bereitgestellt wurden). So wie Italien entwickeln derzeit die meisten Länder ECVETmithilfe einer Kombination dieser Strategien. Italien hat bisher 3 der 8 Strategien verfolgt:

  • Strategie 1: Einsatz eines breiten Spektrums an Testinitiativen.
    Die Erprobung erfolgt innerhalb nationaler Initiativen, wobei genaue Angaben zu spezifischen Qualifikationen zum Einsatz kommen. In den meisten Fällen folgen diese Initiativen politischen Entscheidungen der wichtigsten InteressenvertreterInnen (Ministerien oder Ausbildungsbehörden). Die Initiativen erhalten bestimmte Budgetvorgaben, der von nationalen und europäischen Budgets mitfinanziert wird.
  • Strategie 3: Anpassung der Berufsbildungsgesetze und –regulierungen:
    Gesetze und Vorschriften werden aktualisiert, wobei ECVET-Kriterien miteinbezogen werden.
  • Strategie 7: Lernprozesse durch die Teilnahme an europäischen ECVET -Projekten
    Diese Strategie besteht aus der Teilnahme an oder der Leitung von europäischen, nationalen, regionalen oder sektorbezogenen ECVET- Projekten.

 

Italien hat EVCET in die Liste seiner EU-bezogenen Aktivitäten aufgenommen. Die ExpertInnengruppe für den Aufbau eines nationalen Systems von Mindeststandards für die Berufsbildung und der Zertifizierung von Kompetenzen hat gemeinsam mit den InteressenvertreterInnen (zuständige Ministerien, Regionen, Sozialpartner) innerhalb eines gemeinsamen Methodikrahmens ein nationales System koordiniert und entwickelt. Zu den Zielen gehören die Festlegung, Anerkennung und Zertifizierung von Qualifikationen, die Transparenz von Kompetenzen und die Einrichtung von Ausbildungs- und Berufsstandards. Derzeit hat die ExpertInnnengruppe ihre Aktivitäten aufgrund der notwenigen Konzentration auf die Herausforderungen der gegenwärtigen Krise ausgesetzt.