Der Status Quo des Spanischen Nationalen Qualifikationsrahmens

Spanien entwickelt gerade einen Nationalen Qualifikationsrahmen für Lebenslanges Lernen (Marco Español de Cualificaciones, MECU), der auf Lernergebnissen basiert. Er wird unterschiedliche Bildungs- und Trainingssubsysteme mit einander verbinden und koordinieren. Der Rahmen wird Qualifikationen aus dem Bereich der Pflichtschule, der weiterführenden und der Hochschulbildung und auch die Anerkennung von nicht-formalen und informellen Lernprozessen beinhalten.

 

Der Entwurf des königlichen Erlasses zur Einführung des MECU definiert Level und Level-Deskriptoren als Basis, um den MECU den EQR-Niveaus zuzuordnen. Die vier höchsten Level des MECU werden dem Qualifikationsrahmen für die Hochschulbildung (Marco Español de Cualificaciones para la Educación Superior, MECES) zugeordnet, der unabhängig davon in Kraft getreten ist.

 

Die Entwicklung bezieht Erfahrungen mit dem nationalen Katalog der beruflichen Qualifikationen mit ein. Besonders stark diskutiert wurden die NQF-Level 3 und 4, denen formale berufliche Qualifikationen reguliert durch das Bildungsministerium und berufliche Qualifikationen/ Zertifikate aus dem Aufgabenbereich des Arbeitsministerium zugeordnet werden sollten. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf den Umfang des Lernens, das sie benötigen, können aber dem gleichen Level zugeordnet werden.

 

Ein anderes wichtiges Ziel ist die Unterstützung des Übergangs und der Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb unterschiedlicher Subsysteme. So z.B. der Aufstieg von einem short cycle in ein universitäres Programm und das Öffnen der Hochschulbildung für nicht-traditionelle Lerner, die keinen Schulabschluss haben. Eine andere Herausforderung ist es, Systeme zu etabilieren, die nicht-formales Lernen anerkennen und Schulabbrüche (Altersgruppe 18-24) reduzieren (Cedefop ReferNet Spain, 2010, pp. 17-18; European Commission, 2011, pp.138-143) (191).

Der MECU sollte auch eine wichtige Kommunikationsrolle für unterschiedliche Stakeholder haben.

 

Einbezug von Stakeholdern und die Umsetzung des NQRs

 

Das Bildungsministerium (Generaldirektion Berufsbildung) koordiniert die Entwicklung und die Umsetzung des NQRs in Kooperation mit anderen Ministerien.

 

Die Entwicklungsarbeit bezieht eine Reihe von anderen Stakeholdern mit ein, so z.B. Sozialpartner, koordinierende Einrichtungen, beratende Einrichtungen und Evaluationsagenturen. Die Kooperation mit dem Bologna-Prozess wird durch Mitglieder sichergestellt, die in beiden Komitees für MECU und MECES vertreten sind, um methodische und strukturelle Kohärenz sicherzustellen und damit die Zusammenführbarkeit der beiden Rahmen zu ermöglichen.

 

Level-Deskriptoren und Lernergebnisse

 

Es wurde ein acht-stufiger Rahmen vorgeschlagen, um alle Arten von Spanischen Qualifikationen abzudecken. Level-Deskriptoren werden in Form von Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen beschrieben. Diese wurden durch die EQF-Deskriptoren inspiriert aber an den nationalen Kontext angepasst.

 

Links zu anderen Instrumenten und Werkzeugen

 

Der NQR hat es zum Ziel, die Anerkennung von nicht-formalem und informellem Lernen zu stärken. Im Juli 2009 wurde das königliche Dekret zur Anerkennung von beruflicher Kompetenz (1224/2009) angenommen, dieses reguliert die Verfahren zur Anerkennung von beruflicher Kompetenz, die durch nicht-formales und informelles Lernen als auch Berufserfahrung erworben wurde. Der nationale Katalog der beruflichen Qualifikationen wird als Standard für die Anerkennung von nicht-formalem Lernen als auch offizieller Berufsbildungsdiplome genutzt.

 

Zuordnung zum EQR

 

Der Selbstzertifizierungsbericht wurde erstellt und der Referenzierungsbericht zum EQR wir erwartet.