Der Status Quo der ECVET Umsetzung in Spanien

In Spanien ist die Berufsbildung im Einklang mit der ECVET-Philosophie. Das Berufsbildungssystem basiert auf modularen Lernprogrammen. Alle Erstausbildungsabschlüsse haben eine Dauer von 2.000 Stunden. Beide mittleren Abschlüsse (3B ISCED) und höhere Abschlüsse (5B ISCED und höher) wurden in Lernergebnissen definiert und erlauben das erwerben beruflicher Kompetenz basierend auf Standards, die dem Bedarf der Industrie entsprechen. Alle Abschlüsse beinhalten das erwerben und verbessern personaler und sozialer Kompetenzen und tragen zur aktiven Staatsbürgerschaft bei. Das neue System zur Anerkennung beruflicher Kompetenz durch Berufserfahrung führt das Bewerten und teilweise Anerkennen von Einheiten von Kompetenzen im Rahmen einer beruflichen Qualifikation (feststehender Standard) ein, wie sie in Berufsbildungsabschlüssen und beruflichen Zertifikaten vorkommen.

 

Die Kompetenzeinheiten können, sobald sie akkreditiert sind, in eine Anerkennung oder Ablehnen des zugehörigen Moduls aus dem Berufsbildungsabschluss oder dem Berufszertifikat führen. Im Moment wird das Anerkennungsverfahren nur in der der beruflichen Bildung auf beiden Ebenen angewendet. Das Bildungsministerium arbeitet an einem rechtlichen Rahmen für eine derartige Anerkennung auf universitärem Niveau. Der erste Entwurf des königlichen Dekrets erkennt die universitäre Autonomie an und beinhaltet, dass jede Universität selbst über Module und Einheiten zur Anerkennung (bis zu 15%) entscheidet, als auch über die zu benutzende Methodik. Sobald eine offizielle Entscheidung zu ECVET getroffen worden ist, kann eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stakeholder und verbunden mit den entsprechenden beratenden Gremien aufgestellt werden.