Berufliche Weiterbildung in Deutschland

CVET in Germany. Source: Sandra Bohlinger, UOS.

Im Hinblick auf regulierte berufliche Weiterbildung ist es in den meisten Arten der beruflichen Weiterbildung Voraussetzung, über eine abgeschlossene Erstausbildung oder einen Hochschulabschluss zu verfügen. Eine Ausnahme bilden hier Umschulungsmaßnahmen, die denjenigen eine berufliche Qualifikation ermöglichen, die z.B. aufgrund einer Berufskrankheit nicht mehr in der Lage sind, in ihrem ursprünglich erlernten Beruf zu arbeiten. Der Begriff „regulierte“ berufliche Weiterbildung bezieht sich auf den Umstand, dass diese Trainingsprogramme sich auf (nationale) Ordnungen beziehen, die deren Umfang, Inhalt, Ziele und Prüfungen festlegen (z.B. Meister).

 

Aufstiegsfortbildung dient hierbei dazu, im eigenen beruflichen Feld oder in einem bestimmten Beruf (z.B. Meisterausbildung), beruflich aufzusteigen. Im Gegensatz dazu dient die Anpassungsfortbildung dazu, die eigenen beruflichen Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten, diese aufzufrischen oder auszubauen, um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Die meisten Arten regulierter Weiterbildungsprogramme werden in Schulen angeboten. Das sind Teil- als auch Vollzeit-Fachschulen, die z.B. das Training für die Meisterausbildung anbieten.

 

Betriebliche Weiterbildung wird ggf. von den Unternehmen angeboten und betrifft jegliche Art von Training (außer IVET), das in einem Unternehmen oder während der Arbeit(-szeit) stattfindet und vom Unternehmen finanziert wird. Betriebliche Weiterbildung wird jedoch auch oft von externen Bildungsträgern wie z.B. Kammern, Berufsverbänden oder Trainingsanbietern angeboten.

 

Im Hinblick auf individuell organisierte und finanzierte berufliche Weiterbildung sind die Volkshochschulen die wichtigsten öffentlich geförderten Trainingsanbieter. Sie bieten (neben einer Vielzahl anderer Kurse) auch unzählige berufsbezogen Weiterbildungskurse, -workshops und – in Zusammenarbeit mit Kammern und Berufsverbänden – Vorbereitungskurse für regulierte Prüfungen an.